GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig: MINKISI – Skulpturen vom unteren Kongo

Als der Wind den ersten Schnee des Winters vom Dach des GRASSI Museum Komplex blies, konnte man im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig einen ersten Blick auf die große Winterausstellung werfen.

Eine Ausstellung, die ihren Besucher in eine andere Welt mitnimmt, weit weg von dem eintönigen, frostigen Winter in Europa.

Kuratiert von Dr. Christine Seige bietet “MINKISI – Skulpturen vom unteren Kongo” einen einmaligen Blick in die kulturelle Tradition Afrikas, die zunächst weit weg von unserer Existenz scheint, in Wahrheit aber gar nicht so weit weg ist: Die Rolle der Minkisi als Glücksbringer und schützende Wesen ist etwas, womit wir alle etwas anfangen können. Etwas, das auch wir von Zeit zu Zeit brauchen.

Das erste, was einem beim Betreten der Ausstellung ins Auge springt, ist die Größe mancher Exponate; es sind nicht alles 10 cm hohe Schnitzarbeiten.

Und das Zweite ist die Brutalität, die man in manchen Arbeiten sieht. Nicht brutal im Sinne von gewalttätig, sondern im Sinne von schonungslos, erbarmungslos, unerbittlich. Das sind keine niedlichen Volkskunstfiguren der Sorte wie sie Alexander Girard gesammelt hat. Minkisi bedeutet Arbeit.

Etwas, was sie faszinierend macht.

Neben der einzigartigen Ausstellung der Minkisi, stellt die Ausstellung auch das ehemalige Königreich von Loango vor, wo die Figuren ihren kulturellen und historischen Ursprung haben.

Etwas, was einem nicht nur hilft, die Minkisi besser zu verstehen, sondern auch das Schneegestöber vor den Mauern des Museums zu vergessen.

MINKISI – Skulpturen vom unteren Kongo kann bis zum 2. Juni 2012 im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig gesehen werden.

Neben der Ausstellung hat das Museum ein Rahmenprogramm organisiert. Alle Informationen findet man unter: www.mvl-grassimuseum.de

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