Grassimesse 2011: Introducing – Beate Eismann

Grassimesse 2011_ Introducing  Beate Eismann

Beate Eismann.

Auf der Grassimesse 2010 wurde die Hallenser Schmuckdesignerin Beate Eismann mit dem TOTAL Deutschland Grassipreis für ihre Kollektion von 3-D-Technologie-Armreifen ausgezeichnet. Damals sprühte sie vor Begeisterung über den Preis und vor allem die Anerkennung ihrer Forschungsarbeit auf dem Gebiet moderner Industrieprozesse im Schmuckdesign.

Im Vorfeld der Grassimesse 2011 haben wir uns wieder mit Beate getroffen und wollten wissen, ob sie noch genau so glücklich wie damals ist. Ja, sie ist es. Aber Gefühle sind schwer mess- und sichtbar. Ein viel greifbarer Effekt ihres Erfolges mit dem TOTAL Deutschland Grassipreis wird auf der diesjährigen Grassimesse zu sehen sein.

Im November 2010, buchstäblich den Montagmorgen nach der Grassimesse, reiste Beate Eismann nach Düsseldorf um dort vier Wochen als Artist in Residence an der FH zu arbeiten. Ein wichtiger Bestandteil ihres Aufenthaltes war das vorbereitende 3-D-Scannen und die Modellierungsarbeiten, als Vorarbeit für die Kreation neuer Objekte in ihrem Studio in Halle. Ohne den TOTAL Grassipreis wäre das wahrscheinlich nicht möglich gewesen. “Ich habe den November in Düsseldorf verbracht, im Dezember traf dann das Preisgeld ein, das ich sofort in die neuen Arbeiten investiert habe”, erklärt Beate. Ebenjene werden wir auf der Grassimesse 2011 sehen.

Beate hat in den letzten zwölf Monaten mit verschiedenen Prozessen experimentiert, unter anderem mit der Übertragung von Motiven alter Druckstöcke, genauer Klischees, auf Blätter. Von den Blättern wurden 3D-Scans erstellt, die entstandenen digitalen Daten bearbeitet und durch Rapid Prototyping dreidimensional ausgedruckt. Die Stücke sind generell in Kunststoff gedruckt, einige von ihnen haben eine Metallbeschichtung. Am Ende steht eine wunderbare Kollektion von beeindruckenden Objekten, die dem Betrachter je nach Perspektive unterschiedliche Bilder eröffnen.

Neben den Endprodukten als solchen liegt Beate Eismann auch die Metaphorik der Arbeiten am Herzen. “Ich bin ein großer Fan des analogen Druckens und es tut mir leid, dass der Berufszweig am Aussterben ist. Die bedruckten Blätter, die schnell trocknen und zerfallen, könnten ein Symbol für diesen Prozess sein.“

Beweis genug, dass der Grassipreis mehr als nur Anerkennung ist. Er kann sich auch positiv auf die Karriere auswirken.

Weitere Informationen zu Beate Eismann finden Sie unter www.beate-eismann.de

Grassimesse 2011_ Introducing  Beate Eismann
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