Villa Esche Chemnitz: Die Bauhauskünstlerin Marianne Brandt

Als letzter Teil der Festivitäten zum 150. Geburtstag von Henry van de Velde zeigt die Villa Esche in Chemnitz eine Ausstellung, die der Chemnitzer Designerin und Künstlerin Marianne Brandt gewidmet ist: Eine Perosn, die die Veranstalter – zu Recht – als die Nachfolgerin van de Veldes bezeichnen.

1893 in Chemnitz geboren, ging Marianne Brandt 1924 ans Bauhaus Weimar. Nachdem die Institution gezwungenermaßen nach Dessau umzog, nahm Marianne Brandt 1935 eine Position in der von László Moholy-Nagy geleiteten Metallwerkstatt an, wo sie zusammen mit Kollegen wie Wilhelm Wagenfeld arbeitete.

Nach ihrem Abschluss 1929 arbeitete Marianne Brandt hauptsächlich als Industriedesignerin; einschließlich einer Zeit bei der Ruppelwerke GmbH in Gotha, für die sie zahlreiche Haushaltswaren entwickelte. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Marianne Brandt dann vor allem als selbstständige Designerin und Künstlerin sowie als Lehrerin in Dresden und Berlin. Marianne Brandt starb am 18. Juni 1983 in Kirchberg, Sachsen.

Mit Stücken aus dem Industriemuseum Chemnitz und aus der Sammlung des Frankfurters Bernd Freese zeigt “Die Bauhauskünstlerin Marianne Brandt” in der Villa Esche einen  Blick auf die Person und die Künstlerin Marianne Brandt.

Unter den Höhepunkten dieser kleinen, aber äußerst unterhaltsamen Ausstellung befinden sich ein Metallball, den Marianne Brandt für experimentelle Fotografie genutzt hat, einen für die Ruppelwerke entworfenen Kaffee-Perkolator und einige Zeichnungen mit wunderschönen Illustrationen, wie Marianne Brandts Entwürfe entsanden.

“Die Bauhauskünstlerin Marianne Brandt” in der Villa Esche ist keine riesige Ausstellung, aber es gibt mehr als genug für einen gelungen Überblick über Marianne Brandts Oeuvre her.

“Die Bauhauskünstlerin Marianne Brandt” ist noch bis zum 8. Juni 2014 in der Villa Esche, Parkstraße 58, 09120 Chemnitz zu sehen.

Villa Esche Chemnitz Die Bauhauskünstlerin Marianne Brandt

Villa Esche Chemnitz: Die Bauhauskünstlerin Marianne Brandt

Villa Esche Chemnitz Die Bauhauskünstlerin Marianne Brandt

Villa Esche Chemnitz: Die Bauhauskünstlerin Marianne Brandt

Villa Esche Chemnitz Die Bauhauskünstlerin Marianne Brandt

Villa Esche Chemnitz: Die Bauhauskünstlerin Marianne Brandt

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Bauhaus Archiv Berlin: Poesie & Industrie. Barbara Schmidt. Porzellandesign

2010 eröffnete im GRASSI Museum für Angewandte Kunst zu Leipzig das, was wir als “… eine “dreigestirnige” Ausstellung zu Kahla Porzellan” bezeichneten.

Das Bauhaus Archiv Berlin präsentiert zurzeit eine Ausstellung, in der es um einen Aspekt dieses Dreigestirns geht: Barbara Schmidt, Chefdesignerin von Kahla.

Unter dem Titel “Poesie & Industrie” nimmt die Ausstellung des Bauhaus Archivs seinen Besucher mit auf eine chronologische Reise durch Barbara Schmidts Karriere, einer Karriere, die eng mit Kahla verbunden ist: 1991 kam sie als frisch gebackene Absolventin der Burg Giebichenstein zu Kahla und beeinflusste das Nachwende-Schicksal des thüringischen Unternehmens mit ihren sensiblen, doch innovativen Porzellandesigns maßgeblich.

Von Aronda, Barbara Schmidts erster Kollektion für Kahla, über die Update Serie von 1998, die Barbara Schmidts Blick auf die wachsende Rolle – und Funktion? – von Porzellan reflektiert bis hin zu ihrer Dîner Serie von 2013, zeigt “Poesie & Industrie” nicht nur sehr schön, welche elegante und aufmerksame Porzellandesignerin Barbara Schmidt ist, sondern auch welche wichtige Rolle sie für die Prägung des modernen Kahlas gespielt hat.

Neben Barbara Schmidts Arbeiten für Kahla präsentiert “Poesie & Industrie” auch zahlreiche ihrer künstlerischeren Projekte sowie Teile des Erbgut-Projekts, was im Rahmen von Barbara Schmidts Lehrtätigkeit an der UdK Berlin entstanden ist.

Barabara Schmidts Porzellan wird geschickt durch Fotografien von Nina Lüth, Thomas Hauser, Anette Rose, Marlen Mueller, Heike Steinweg und Benjamin Rinner vervollständigt. Die fünf Fotografen sollten das Wesentliche in Barbara Schmidts Arbeit einfangen.

“Poesie & Industrie. Barbara Schmidt. Porzellandesign” kann bis zum 04.11.2013 im Bauhaus Archiv Berlin gesehen werden.

Bauhaus Archiv Berlin Poesie und Industrie Barbara Schmidt Porzellandesign

Bauhaus Archiv Berlin: Poesie und Industrie. Barbara Schmidt. Porzellandesign.

Bauhaus Archiv Berlin Poesie und Industrie Barbara Schmidt Porzellandesign

Bauhaus Archiv Berlin: Poesie und Industrie. Barbara Schmidt. Porzellandesign.

Bauhaus Archiv Berlin Poesie und Industrie Barbara Schmidt Porzellandesign

Last Christmas von Barbara Schmidt und Inken Hilgenfeld.

Bauhaus Archiv Berlin Poesie und Industrie Barbara Schmidt Porzellandesign

Erbgut und Look Closer @ Poesie und Industrie. Barbara Schmidt. Porzellandesign.

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GRASSI Museum für Völkerkunde: Von Leipzig in die Welt

Wer diesen Sommer irgendwo Urlaub gemacht hat, hat sich sicher das eine oder andere Erinnerungsstück daran mit nach Hause gebracht.

Museumssammlungen basieren auf einem ähnlichen Prinzip, wenn auch in anderen Dimensionen. Das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig ist da keine Ausnahme und kann dankbar sein für die vielen Reisenden, Geschäftsleute, Diplomaten und Wissenschaftler, die ihre Sammlungen über Jahrhunderte dem Museum zur Verfügung gestellt haben.

Sonntag, den 15. September, gibt es eine Führung durch die Sammlung des GRASSI Museums für Völkerkunde zu Leipzig. Angelika Pönitz erläutert einige der Sammler und Reisenden, die dazu beigetragen haben, die Sammlung zu dem zu machen, was sie heute ist.

Eine seltene und wunderbare Möglichkeit, tiefer in die Geschichte hinter dem Museum einzutauchen.

Von Leipzig in die Welt: Mitgebrachte Schätze von Abenteuer-, Handels- und Forschungsreisenden findet am Sonntag, den 15.09.2013 statt. Eintritt: 6,00 EUR, ermäßigt 4,50 EUR.

Grassi Leipzig Ethnography Museum Robert Visser Minkisi Collection

Robert Visser - einer der vielen Sammler, die die Sammlung des GRASSI Museums für Völkerkunde zu Leipzig aufgebaut haben - und der frühere Museumsdirektor (Foto: Archiv des Museums für Völkerkunde zu Leipzig)


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GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig – “Kokdu – Begleiter der Seele”

Am Donnerstag, dem 26. September, eröffnet das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig seine größte Herbstausstellung: “Kokdu – Begleiter der Seele”.

Nach der koreanischen Volkskunde sind Kokdu Wesen aus einer anderen Welt, die den Toten beim Übergang von der physischen in die spirituelle Welt beistehen.

Dargestellt als geschnitzte Holzfiguren, wurden die Kokdu traditioneller Weise auf der Begräbnisbahre platziert – als Trost und Begleiter für die Seele des Verstorbenen auf ihrer letzten Reise.

Die überraschendste Eigenschaft der Kokdu ist vielleicht ihr Charme. Neben ihrer schwierigen und verantwortungsvollen Pflicht haben die Kokdu nämlich sehr verspielte, quirlige Charaktere und sind offenbar bereit ihre Aufgabe mit Humor und Mitgefühl zu erfüllen. Der Kontrast zu den kürzlich ausgestellten Minkisi könnte größer nicht sein…

In der Tradition wäre die koreanische Bahre, oder Sangyeo, die Behausung verschiedener Kokdu, die jeweils eine bestimmte Funktion haben. Der “Führer” ist beispielsweise dazu bestimmt den Verschiedenen zu begleiten, während der “Unterhalter” für die Zerstreuung und Bespaßung der Seele auf ihrer traurigen Odyssee zuständig ist. Die menschenähnlichen Kokdu werden grundsätzlich von Phönix und Drachen Kokdu begleitet.

Organisiert in Zusammenarbeit mit dem Kulturbereich der koreanischen Botschaft in Berlin, zeigt “Kokdu – Begleiter der Seele” etwa 120 Beispiele von Kokdu in einer vom Kokdu Museum Seoul konzipierten und kuratierten Ausstellung.

In Ergänzung zu einer grundlegenden Einführung in die Tradition der Kokdu eröffnet die Ausstellung einen Blick auf einen selten sichtbaren Aspekt der koreanischen Kultur und bringt den Besuchern so die koreanische Tradition und deren Wertschätzung näher.

“Kokdu – Begleiter der Seele” eröffnet Donnerstag, dem 26.September, um 19.00 Uhr im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig. Die Ausstellung ist anschließend bis zum 19. November 2013 zu sehen.

Grassi Leipzig Ethnography Museum Kokdu Companions of the Soul

GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig: Kokdu - Begleiter der Seele

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GRASSI-Fest 2013

So wie ein Stück Zucker hilft, die Medizin runter zu kriegen, macht auch das jährliche Grassi-Fest des GRASSI Museums Leipzig den Übergang von Sommer zu Herbst etwas erträglicher.

Das GRASSI-Fest 2013 findet am Sonntag, den 8. September statt. Wie immer haben das Museum für Völkerkunde, das Musikinstrumente-Museum und das Museum für Angewandte Kunst je ein Programm aus Gesprächen, Führungen und Veranstaltungen vorbereitet um Besucher jedes Alters unterhalten und weiterbilden zu können.

Das GRASSI-Fest 2013 beginnt 10.00 Uhr am Sonntag, dem 8. September. Tickets kosten 4,50 EUR für Erwachsene. Für Kinder unter 18 ist der Eintritt frei.

Grassi Museum Leipzig Grassifest

GRASSI-Fest 2013. Mach mit!

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GRASSI Museum für Musikinstrumente: CD Präsentation – Robert Schumann, Bunte Blätter op. 99

Soeben veröffentlichte Pianist Tobias Koch ein Album mit romantischen Klavierwerken – darunter Kompositionen von Robert Schumann, Johannes Brahms, Woldemar Bargiel und Theodor Fürchtegott Kirchner – beim Leipziger Label Genuin. Kernstück des Albums sind aber Robert Schumanns Bunte Blätter op. 99.

Aufgenommen wurde es im GRASSI Museum für Musikinstrumente auf einem Pianoforte des Leipziger Musikinstrumentebauers Johann Nepomuk Tröndlin aus dem Jahr 1828. Am selben Ort und am selben Instrument stellt Tobias Koch das Album am Samstag dem 7. September vor.

Eine wunderbare Möglichkeit also, der Musik des 19. Jahrhunderts auf einem Instrument aus dieser Zeit zuzuhören, bevor man (vielleicht) die CD kauft.

Die Robert Schumann, Bunte Blätter op.99 CD-Präsentation findet am Samstag dem 7. September im GRASSI Museum für Musikinstrumente um 17:00 statt.

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GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig – Vogelspuren: vom Albatros bis zum Zeisig

Bis zum 25. August 2013 präsentiert das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig eine Sonderausstellung zur Vogelwelt und vor allem der kulturellen und völkerkundlichen Bedeutung von Vögeln.

Organisiert in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Naturkundemuseum, zeigt “Vogelspuren: vom Albatros bis zum Zeisig” ungefähr 70 ausgestopfte Vögel aus der Sammlung des Naturkundemuseums im Kontext ihrer natürlichen Umgebung. Außerdem gibt es eine “Vogelführung” durch die Dauerausstellung des Völkerkunde-Museums, die verschiedenste Bereiche herausstellt, in denen Vögel traditionell eine wichtige Rolle spielen.

“Vogelspuren: vom Albatros bis zum Zeisig” kann bis zum 25. August im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig besucht werden.

Grassi Leipzig Ethnography Museum Vogelspuren From Albatros to Zeisig

GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig - Vogelspuren: vom Albatros bis zum Zeisig

Grassi Leipzig Ethnography Museum Vogelspuren From Albatros to Zeisig

GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig - Vogelspuren: vom Albatros bis zum Zeisig

Grassi Leipzig Ethnography Museum Vogelspuren From Albatros to Zeisig

GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig - Vogelspuren: vom Albatros bis zum Zeisig

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Mendelssohn-Haus Leipzig: Matinee Gartenkonzert – Trio Saviano

Am Sonntag, den 14. Juli, präsentiert das Mendelssohn-Haus Leipzig ein Matinee-Gartenkonzert mit dem Leipziger Trio Saviano.

Einer sommerlichen Auswahl von Werken von etwa Johann Sebastian Bach, Astor Piazzolla oder Johannes Brahms wird ein ebenso sommerlich leichtes Buffet folgen.

Matinee Gartenkonzert, Sonntag, den 14. Juli 2013, Mendelssohn-Haus Leipzig

Tickets: 25 Euro, ermäßigt 20 Euro

Trio Saviano

Trio Saviano

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Depot Basel: Handwerk & Zeichnung. Lukas Wegwerth – Kristallvasen

Parallel zur Design Basel 2013 präsentierte das Baseler Kollektiv Depot Basel eine Ausstellung zu den miteinander verbundenen, aber eigentlich unterschiedlichen Prozessen Handwerk und Zeichnung.

Von den vielen ausgezeichneten Projekten in der Ausstellung zog das Kristallvasen-Projekt von Lukas Wegwerth, Student der Universität der Künste, unsere besondere Aufmerksamkeit auf sich.

In Zusammenarbeit mit der Königlichen Porzellan Manufaktur zu Berlin und dem Neuen Museum Berlin entstanden, zeigen die Kristallvasen, wie man zerbrochene Vasen “reparieren” kann.

Wir setzen das in Anführungszeichen, weil Lukas’ Prozess die Vasen nicht in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt, sondern vielmehr neue Objekte kreiert, die die Erinnerung und den Glanz der Originale haben, aber sie in einen neuen ästhetischen Kontext setzen.

Das Kaputtgegangene wird wertvoll, Müll begehrenswert.

Ein paar Eindrücke davon…

Depot Basel Craft & Drawing. Lukas Wegwerth Crystal Vases

Depot Basel: Handwerk & Zeichnung. Lukas Wegwerth - Kristallvasen

Depot Basel Craft & Drawing. Lukas Wegwerth Crystal Vases

Depot Basel: Handwerk & Zeichnung. Lukas Wegwerth - Kristallvasen

Depot Basel Craft & Drawing. Lukas Wegwerth Crystal Vases

Depot Basel: Handwerk & Zeichnung. Lukas Wegwerth - Kristallvasen

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GRASSI Museum für Musikinstrumente: Sumer Is Icumen In – Again

Summer has come in,
Loudly sing, Cuckoo!
The seed grows and the meadow
blooms
And the Grassi Museum for Musical Instruments is staging a celebration of English vocal music

Organisert von den Fachbereichen Anglistik und Musikwissenschaft der Universität Leipzig, bietet “Sumer Is Icumen In – Again” ein Programm mit englischer Vokalmusik, Liedern und Prosa aus dem 8. bis 18. Jahrhundert, z.B. von Händel, Dowland und Purcell.

Ein Höhepunkt verspricht die Premiere einer neuen Version von Beowulf von dem portugiesischen Komponisten Manuel Durão zu werden.

“Sumer Is Icumen In – Again” findet am Freitag, den 12. Juli 2013, 18 Uhr im GRASSI Museum für Musikinstrumente statt.

Eintritt: 3 Euro

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